Impressum: © IM Ing. Hans Peter Müllner
dem Bienenmord durch Neonicotinoide !
Begonnen hat alles vor über zehn Jahren, als die Larven des Maiswurzelbohrers erstmals in Österreich auftauchten. Sie fraßen sich mit Vorliebe durch die Wurzeln junger Maispflanzen und richteten sie so zugrunde. Die Pestizidindustrie konterte mit Saatgut, das mit Insektenvernichtungsmittel ummantelt wurde („gebeizt“).   Dann kam es zu den ersten großen Bienenverlusten. Was war aber nun der Unterschied ? Anstelle von Pflanzenschutzmitteln (PSM) mit Kontaktwirkung wurde auf systemische PSM umgestellt. Die PSM mit systemischer Wirkung dringen in die Pflanzen ein. Der Wirkstoff wird im Saftstrom an alle Stellen der behandelten Pflanzen (auch Pollen, Nektar, Wurzeln und alle anderen Pflanzenteile) transportiert und schützt dadurch so umfänglich, dass auch saugende Insekten bekämpft werden. Durch diese Umstellung gelangt nun auch Gift in den Bienenstock und schädigt die Bienenbrut, welche bei der Zulassung bzw. Bewertung der PSM weder untersucht, noch berücksichtigt werden, da man davon ausgeht, dass nur die Sammelbienen mit dem Gift in Kontakt kommen.
Wie die PSM die Bienen töten:
Guttation: Die Bienen vergiften sich beim Sammeln von Guttationswasser (von Jungpflanzen ausgesonderte kleine Wassertropfen mit hohem Giftstoffgehalt)
Wasser: In den Blattscheiden bzw. Blatttrichtern sammelt sich Wasser, in dem Spritzmittel gelöst sind, das tödlich ist.
Pollen: Vergifteter Pollen (Eiweißversorgung der Bienen) schädigt und tötet die Bienenbrut und die Jungbienen
Gründüngung: Durch die lange Halbwertszeit werden diese Substanzen von den Nachkulturen aufgenommen und reichern sich im Pollen von weder gespritzten noch gebeizten Pflanzen an.
Das Teilverbot der Neonicotinoide läuft mit 1. Oktober 2016 aus. Die Wissenschaftler fordern daher von der Gesetzgebung dringend eine Neubewertung für die Verwendung von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft, vor allem im Hinblick auf deren lange Verweildauer und noch unzureichend erforschte bzw. vielleicht noch gar nicht bekannte indirekte Effekte, die sie auf das Ökosystem als Ganzes und damit vielleicht auch auf den Menschen haben könnten.