Landesverband 
der burgenländischen Bienenzuchtvereine  
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Bericht Landesimkertagung 2018 Die Landesimkertagung fand am 7. April 2018 im GH zur Zeche in Großhöflein statt. Es fanden sich weniger als 100 Imker des Burgenlandes zu diesem Treffen ein. Die Reden der Politiker wurden durch Bürgermeister Heinz Heidenreich und den Leiter der Tierzuchtabteilung der burgenländischen Landwirtschaftskammer Herrn DI Franz Vuk eröffnet. Unser Landesobmann Johann Pilz konnte wegen einer Bypass Operation nicht an der Tagung teilnehmen. Wir wünschen Ihm natürlich eine vollständige Genesung. An seinerstatt trug Schriftführer Philipp Lendl den Jahresbericht vor. Er berichtete über die Aktivitäten des Jahres 2017, wobei ich die Berichte über Virenuntersuchungen hervorheben möchte. Der Flügeldeformationsvirus konnte bei den Bienenproben nur in geringen Mengen nachgewiesen werden. Dagegen fand Dr. Lamp in den Proben eine erhöhte Konzentration an Sackbrutviren. Auch konnten in einer Bienenbrotuntersuchung noch Neonikotinoide nachgewiesen werden, obwohl bei diesem Standort die Fruchtfolge eingehalten wurde. Weiters wurde berichtet, dass im Burgenland 740 Imker laut VIS gemeldet sind, aber nur 631 davon Mitglieder im Landesverband sind. Danach berichtete Frau Mag. Maria Busch über das Projekt Bienen und Wildbienen. In der Unesco Mittelschule Purbach wird ein Projekt gestartet, damit Burgenland einmal Jungimker zur nationalen Ausscheidung schicken kann. Dazu werden der Schule 5 Bienenvölker zur Verfügung gestellt und von Imker Lackinger betreut. Die Jungimker werden dann dort ausgebildet (11 Interessierte haben sich schon gemeldet). Dies soll eine Keimzelle für einen Jungimkerverein werden. Hoffen wir, dass die Saat aufgeht. Danach folgten die traditionellen Berichte vom Kassier, Zuchtreferenten und Jugendreferenten. Es kam dann zur Wiederwahl des Vorstandes, wo es nur kleine Veränderungen im Team gibt. Der Vorstand wurde mit nur 3 Gegenstimmen wiedergewählt. Die Satzung (§ 21 Punkt 5) wurde einstimmig geändert, ab jetzt sind nur mehr die Delegierten der Mitgliedsvereine stimmberechtigt . Anschließend wurden langjährige Mitglieder geehrt. Traurig war, dass nur sehr wenige Imker diese Auszeichnungen persönlich entgegen nahmen. Bei jeder Tagung gibt es natürlich auch interessante Diskussionen. Die erste ging um das Thema Bezirksobmann. Wird dieser noch gebraucht ? Imker Lang hatte den guten Einwand, dass wir einmal das Aufgabenfeld des Bezirkobmannes genau definieren sollten. Der Bezirksobmann von Güssing, Herr Mag. Mario Reichmann berichtete, dass er gar nicht mehr notwendig sei. Alle Obmänner sollen sich über dieses Thema für die nächste Obmannsitzung Gedanken machen. Dann kam das emotionalste Thema: Herr Eduard Kettner berichtete über seine Imkerei, seine Investitionen und dass er derzeit gegen ein EU-Gesetz über Mischhonige kämpft, wo auch Honige aus Nicht- EU- Ländern drinnen sein dürfen, an. Seine sichtliche Herzensangelegenheit führte natürlich zu vielen Sympathiebekundungen  und ich hoffe, dass ihm nicht nur sein Schatten in seinen Bemühungen folgt. Ich werde versuchen, sein Anliegen auf einer anderen Seite genauer zu präsentieren. Dann gab es die obligaten Diskussionen zu Förderungen, wo einzelne nicht nur Beuten sondern auch Rähmchen gefördert haben wollen. Für das Jahr 2018 gibt es nur eine Förderung von 50% für maximal 10 Königinnen zu je 20€ / Imker (Pro Königinnen können nur 20 € angerechnet werden, auch wenn eine Reinzuchtkönigin mehr kostet.) Die Förderung für zugelassene Behandlungsmittel wird weitergeführt. Es gibt heuer keine Förderung für Beuten, da schlicht das Budget dafür fehlt.